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der Freien Akademie für Wissenschaftsberatung
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Die
Freie Akademie begrüßt Sie herzlich und möchte Sie
interessieren für die Ideen des intensiv begleiteten und geförderten
freien, sozialen und ökologischen Forschens.
1.
Die Freie Akademie: Die Freie Akademie ist eine Bildungs-
und Forschungseinrichtung, die Forschungsarbeiten (insbesondere
Magister- und Doktorarbeiten, aber auch freie Forschungsarbeiten)
auf allen Ebenen begleitet, motiviert und auftretende Probleme individuell
bearbeitet. Sie fußt auf einem humanistischen Menschenbild,
das den Menschen als geistig freies, sozial und ökologisch
eingebettetes Wesen begreift. Ausgehend von einem solchen Menschenbild
sieht die Freie Akademie keinen Widerspruch zwischen Geistes- und
Sozialwissenschaften sowie Ökologieforschung. Die Freie Akademie
fördert wissenschaftliches Denken und Wahrheitssuche auf drei
Ebenen: individuelle Seminare (personal coaching), Forschungskolloquien
und Schreibwerkstätten. Sie organisiert die Förderung
analog den universitären Gepflogenheiten semesterweise.
3. Aufgabe der Akademie: Der Dreiklang
und das Querdenken Die Freie Akademie entfaltet eine lebendige und
dialogische Forschungskultur, die sich einem sozialen und ökologischen
Humanismus verpflichtet fühlt. Sie unterstützt und begleitet
Forschungsarbeiten (freie Forschungsarbeiten, Hausarbeiten, Magister-
und Doktorarbeiten) auf dem Gebiet der Kulturwissenschaften (Geistes-
und Sozialwissenschaften, Psychologie) und der Ökologieforschung.
Gesellschaftliche und ökologische Probleme erfordern dabei
ein inter- und transdisziplinäres Querdenken. Während
sich die normale Wissenschaftsberatung als - meist im Hintergrund
bleibender - Makler zwischen Doktorand und universitären Lehrstühle
versteht, bildet die Freie Akademie selbst die Forschenden in bis
zu sechs Semestern soweit aus, dass sie ihre Forschungsarbeit in
den universitären Forschungsprozess einbringen können.
Diesen Prozess begleitet und unterstützt die Akademie. Die
Freie Akademie fühlt sich sachlich, ethisch und ästhetisch
einer akademischen Dreigliederung verpflichtet: Sie ist frei, diskursiv
und solidarisch. Dieser Dreiklang findet sich auf der Ebene der
gesellschaftlichen Probleme (die Verbindung von Freiheit, Gleichheit
und Solidarität, die in Wissenschaft/Kunst, Recht und Ökonomie
als handlungsleitend gelten sollten), der Forschungsarbeit wie der
Hilfestellungen der Akademie. Dabei meint Akademie im Kern das herrschaftsfreie
Gespräch, das der Wahrheitssuche dient.
4. Die Idee der Forschungsarbeit und
ihre dreifache Problematik Eine Forschungsarbeit ist in erster Linie
eine freie geistige Auseinandersetzung mit unserem ideellen, sozialen
und ökologischen Eingebundensein in einer komplexen Welt. Sie
vermittelt Selbst- und Welterfahrung in einem ergebnisoffenen Prozess.
Dabei entstehen folgende drei Hauptmissverständnisse und Probleme:
1. Eine Forschungsarbeit wird heutzutage fälschlicherweise
mehr denn je als eine effiziente Ziel-Mittel-Relation angesehen,
durch die am Ende Titel oder Geld stehen sollen. Wir beharren dagegen
auf dem humanistischen Ideal, dass sie ein geistig-offener Prozess
ist, dessen Sinn in Selbst- und Welterfahrungen liegt. 2. Eine Forschungsarbeit
ist ebenso kein - obgleich heute üblich - monologischer Prozess
eines vereinsamt Forschenden. Sie ist ein dialogischer und vielstimmiger
Weg, die auftretenden Probleme und Konflikte in einem herrschaftsfreien
Diskurs zu bearbeiten. 3. Eine Forschungsarbeit ist ebenso keine
- wie heute üblich - Herrschafts-Technik einer objektiven und
operativen Forschungslogik. Sie wird in der Akademie verstanden
als kreatives Handwerk des Denkens und Schreibens.
5. Forschungsthemen und Forschungsfelder:
Die Akademie forscht selbst und begleitet Forschungsarbeiten auf
folgenden Forschungsfeldern und mit folgenden Forschungsfragestellungen.
Sie sieht die Forschungsfelder nicht isoliert, sondern bei den Forschungsthemen
verknüpfen sich sachlogische, normative und ästhetische
Zusammenhänge. Dadurch entfaltet sich überhaupt erst die
Möglichkeit interdisziplinären und kollektiven Forschens.
Forschungsfelder: interdisziplinäre
Zusammenhänge
1. Politik und Recht: normative Zusammenhänge 2. Kultur und
Gesellschaft: ästhetische Zusammenhänge 3. Ökonomie
und Ökologie: sachlogische Zusammenhänge
Forschungsthemen (u. a. siehe auch Forschungsprojekte):
- Kommunikation- und Konfliktforschung - System- und Umweltforschung
- Soziale Kompetenz, Organisation - Gruppen- und Handlungsstrukturen
- Geschlechterforschung Ethik: Die Akademie verpflichtet sich auf
einen weltoffenen Humanismus. Sie unterstützt ausschließlich
ethisch, soziale und ökologisch verträgliche Forschungsarbeiten.
Titelhandel und Ghostwriting werden selbstverständlich ausgeschlossen!
6. Leistungen: Die dreifache Begleitung
des Forschungsvorhabens
Der Dreiklang des akademischen Arbeitens und Forschens wird von
der Akademie wie folgt begleitet und gefördert:
1. Bildung: Der Forschungsarbeit als
freiem und geistigen Prozess entspricht die Hilfe des individuellen
Gesprächs. Dieses ist nicht einfach Unterrichtung, sondern
Einübung einer empfindsamen und individuellen Wahrheitssuche.
Die Probleme dabei werden häufig verursacht durch einen unangemessenen
Wahrheitsbegriff, ebenso wie Probleme geistiger und auch biographischer
Art (Prüfungsangst). Da Wahrheit hier in der Übereinstimmung
von Selbst- und Welterfahrung gedacht wird, ist die Wahrheitssuche
in erster Linie ein individueller Akt. Die Akademie bietet semester-weise
regelmäßige und vertrauliche Vieraugengespräche.
Diese lassen sich verstehen als private und akademische Hausseminare,
die je Semester dreimal in Marburg angeboten werden. Das Hausseminar
gleicht einem personal coaching, das heißt, der Entfaltung
individueller Potenziale.
2. Forschung: Der lebendige Austausch
unter Forschenden ist durch keine Informationsstrategie zu ersetzen.
Durch große Themenfelder (gemeinsame Theorien und Themen in
den Bereichen Kommunikations-, Konflikt-, Ökologieforschung
usw.) und gemeinsame Kolloquien entstehen Forschungsnetze und Arbeitszusammenhänge.
Die Akademie sucht die Zusammenarbeit mit interdisziplinär
arbeitenden universitären Lehrstühlen und Zentren. Auf
dieser Ebene wird jedes Semester ein intensives dreitägiges
Forschungskolloquium in Kassel am Kragenhof angeboten. Der Kragenhof
bietet eine ideale Atmosphäre für intensives und dennoch
entspanntes Arbeiten. Themenschwerpunkte sind: Wissenschafts- und
Erkenntnistheorie, Sprachlogik, System- und Umwelttheorie, Kommunikations-
und Konflikttheorie. Diese Schwerpunkte werden nicht abstrakt, sondern
immer konkret in Bezug auf die Denk- und Schreibarbeit der Forschungsarbeiten
bezogen.
3. Übungen: Eines der gravierendsten
wissenschaftliche Probleme ist die Übersetzung des Gedanklichen
in die Schriftsprache. Häufig haben Forschende Schreibhemmungen.
Doch nur wenn unsere Sprache versucht, der wahrgenommenen Wirklichkeit
zu entsprechen, kann von Wahrheitssuche gesprochen werden. Intensive
individuelle Exposé-Lesungen und Korrekturen werden
von der Akademie um Schreibwerkstätten erweitert. Nicht
die gängige wissenschaftliche Formel- und Modellsprache wird
dabei eingeübt, sondern die Suche nach dem individuellen und
angemessenen Ausdruck. Die Schreibwerkstatt wird individuell in
Marburg oder kollektiv in Kassel angeboten. Idealtypischer Ablauf
einer
Möglicher Forschungsablauf:
1. Semester: 01.01.- 30.06.
a. Forschungskonzeption
b. Kurzexposé
c. Einzelgesprächstage
2. Semester: 01.07.- 31.12.
a. Exposékorrekturen
b. Einzelgespräche/Übungen
c. Forschungskolloquien
3. Semester: 01.01.- 30.06.
a. Exposé - Lesungen
b. Einzelgespräche/Übungen
c. Forschungskolloquien
4. Semester: 01.07.- 31.12.
a. Endkorrektur
b. Einzelgespräche/Übungen
c. Abschlusskolloquium mit Disputationsübungen
Separate Leistungen
1. Die Leistungen können in Einzelfällen
auch separat abgerechnet werden.
2. Eine in die vier Semester integrierte Lehrstuhlvermittlung kostet
2.000 Euro
3. Für eine separate Lehrstuhlvermittlung berechnen wir 5.000
Euro zuzüglich Kosten für Exposélesungen und Beratungen
Hinweise:
1. Es werden je Semester maximal 10 potenzielle Doktorandinnen
und Doktoranden angenommen.
2. Das Kolloquium kann durch Übungen in Marburg ersetzt werden.
3. Kosten für Unterkunft und Verpflegungen werden getrennt
abgerechnet.
7. Promotionen/Projekte:
In folgenden Bereichen wurden/werden externe und interne Promotionsprojekte
beraten und/oder betreut und - wo möglich - miteinander vernetzt.
Einen internen Doktorandenkreis leite ich mit Prof. Hermann Boland
und der Arbeitsgruppe Kommunikation und Beratung an der JLU Gießen.
Zudem berate ich den Kreis externer DoktorandInnen bei Prof. Franz
Neumann an der JLU Gießen. Hier eine Themenauswahl der von
mir beratenen oder betreuten Promotionsprojekte:
Historische und ethische Interdisziplinarität/Ökologieforschung
- Agrarsoziologische Ökologieforschung
- Geschichte des Veterinärwesens in der DDR
- Politikwissenschaftliche Zeitgeschichtsforschung
- Ecofarming in Brasilien und Ostafrika
- Geschichte und Aktualität landwirtschaftlicher Berufsschulen
- Zur Geschichte libertärer Bildungskonzepte
- Individualisierung als Religion
- Geschichte und Aktualität ökologischer Bewegungen
Praxisnahe Sozialforschung im Schnittbereich Soziologie/Ökonomie/Psychologie/Politik-
und Genderforschung
- Beratungskonzepte für Entwicklungsländerforschung
- Agrarsoziologische Gemeinschaftsforschung
- Genderaspekte in Familienökonomien
- Modernisierung von Verwaltungen
- Kommunikationskonzepte für Trainer
- Modernisierung der Zeitarbeit
- Lebenstiltypische Bildkommunikation im Marketing
- Alter und Geschlecht
- Politik des Internet
- Wissensmanagement und neue Medien
- Internet und rechte Jugendgewalt
- Kommunikation in mittelgroßen Organisationen
- Vergleichende Demokratieforschung (Spanien, Chile)
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